Das neue Qualifikationsprofil und deine Vorbereitung auf die HFP
Aktualisiert: vor 2 Tagen
Mit diesem Beitrag starte ich eine Blogserie über das neue Qualifikationsprofil für Komplementärtherapeutinnen und Komplementärtherapeuten. Es ist mein erster Blogbeitrag – und ich bin gespannt auf deine Reaktionen, Fragen und Diskussionen. Denn eines meiner Ziele mit dieser Serie ist es, gemeinsam mit anderen Therapeut:innen zu verstehen, was das Profil, das die OdA KT mit der Wegleitung zur Prüfungsordnung vom Januar 2026 veröffentlicht hat, für unsere Arbeit bedeutet.
Erkenntnisse der OdA KT
Und ich möchte gleich vorwegnehmen: Die OdA KT betont, dass im Kern alles beim Alten bleibt. Das Profil beschreibt weiterhin denselben Beruf, dieselbe Haltung, dieselben therapeutischen Grundwerte. Und doch lohnt sich ein genauer Blick. Denn Dokumente wie das Qualifikationsprofil haben einen subtilen Einfluss: Sie formulieren, was wir tun sollen, und prägen damit, wie künftige Berufsleute ausgebildet und geprüft werden. Die Veränderungen zum vorherigen Berufsbild reflektieren auch die Erkenntnisse der OdA KT in den vergangenen Jahren. Das macht es so interessant genauer hinzuschauen und zu analysieren, welche Begrifflichkeiten sich geändert haben. Was wird im neuen Profil betont, was rückt in den Vordergrund? Und was tritt in den Hintergrund? Ich werde meine Gedanken hierzu praxisnah formulieren und so können diese Blogbeiträge gleichzeitig zu deiner HFP-Vorbereitung beitragen. Du profitierst noch mehr davon, wenn du dich aktiv an der Diskussion beteiligst und deine Gedanken in die Kommentare schreibst.
Das Qualifikationsprofil für Komplementärtherapeut:innen in Kürze
Für alle, die das Dokument (noch) nicht im Regal haben: Das Qualifikationsprofil beschreibt, was Kandidaten in der Höheren Fachprüfung können müssen. Es benennt überfachliche Kompetenzen – Personal-, Sozial- und Methodenkompetenz – und ordnet die fachlichen Handlungskompetenzen sieben Handlungskompetenzbereichen zu: vom Erstkontakt (Begegnen) über die Behandlung (Bearbeiten) und das Vertiefen (Integrieren) bis zum Sichern des Erfolgs (Transferieren), hinzu kommen Beziehungsgestaltung, berufsethisches Handeln und das Führen eines Betriebs.
Die Prüfung ist auf Stufe 6 des Nationalen Qualifikationsrahmens (NQR) verortet – ein anspruchsvolles Niveau, das die OdA KT zusätzlich mit dem Dreyfus-Modell als «die Erfahrene» umschreibt. Die Leistungskriterien sind drei Leistungsniveaus (LN) zugeordnet:
LN 1 Reproduktion und Verstehen
LN 2 Transfer und Analyse
LN 3 Reflexion, Beurteilung und Problemlösung.
Gefordert ist also nicht nur das Können, sondern das Begründen: Warum handle ich so und nicht anders – und wie begründe ich das fachlich? Für das Begründen von Handlungen ist das Verständnis der zugrundeliegenden Zusammenhänge notwendig. Deshalb werde ich in den Blogbeiträgen genauer auf wichtige Zusammenhänge in unserer Arbeit als Komplementärtherapeuten eingehen.
Der nächste Blogbeitrag handelt von Transparenz in der prozessorientierten Arbeit. Bei unser körperorientierten Therapie ist das Unbewusste immer ganz nah und deshalb kommt der transparenten Gestaltung unserer Arbeit eine besondere Rolle zu. Nur wenn wir unsere Arbeit "transparent" gestalten, können Prozesse verantwortungsvoll vertieft werden und die Klienten ihr Recht auf Selbstbestimmung wirklich wahrnehmen. Doch was bedeutet "transparent und beeinflussbar gestalten"? Schreibe deine Ideen dazu in die Kommentarspalte unten. Meine Gedanken dazu liest du im nächsten Blogbeitrag. Verpasse keinen Blogbeitrag und abonniere meinen Newsletter:
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